Festliche Kantaten - Dietrich Buxtehude
Kritiken
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Buxtehude für Anfänger und Kenner, 19. Juli 2003
Mancher Alte-Musik-Liebhaber wird sich freuen, dass in letzter Zeit auch Buxtehudes Kantaten allmählich die verdiente Aufmerksamkeit finden. Erst jüngst erschienen zwei zu Recht hoch gelobte Aufnahmen mit höchst renommierten Interpreten: Cantus Cölln (Ltg.: Junghänel) bzw. Kirkby, LeBlanc, Harvey mit dem Purcell Quartet. Und jetzt das junge Ensemble Musica Lingua mit einem ähnlichen Programm (aber kaum Überschneidungen). Ein spannender Vergleich. Nach mehrmaligem Hören das überraschende Ergebnis: Musica Lingua macht's am besten! Hier wird gekonnt u n d natürlich gesungen, frische Tempi und ein glaubwürdiger Gestus machen die Aufnahme zur besten Empfehlung für Buxtehude-Kantaten-Neulinge und Kenner. Erstaunlich übrigens, dass Stephan Schreckenberger, der ja auch bei Cantus Cölln dabei ist, manches 'beherzter' anlegt und angeht als Junghänel, bei dem er ja mitgesungen hat. Der Musik tut's gut!
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4 Sterne für Interpretation und Klang vergibt das Klassik-Magazin Fono Forum Musica Lingua für die Aufnahme "Festliche Kantaten" Dietrich Buxtehude
[...] mit ihren jugendlichen Stimmen, die zwar individuelle Timbres aufweisen, sich aber gleichwohl zu einem sehr homogenen solistischen Chorklang verbinden, finden sie den goldenen Mittelweg zwischen sorgfältiger Textdeklamation und intensiver Gefühlsdarstellung. Da macht es einfach Spaß, die Kantaten Buxtehudes mal wieder zu hören. R.E.
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Unter einem Stapel ungehörter CDs fand ich dieser Tage eine Einspielung
mit Buxtehude-Kantaten des jungen Ensembles "Musica Lingua", das der Bassist Stephan Schreckenberger leitet.
Alle Stimmen der Werke werden hier lediglich einzeln besetzt und erhalten dadurch etwas besonders Intimes, Verinnerlichtes, zwei Charateristika, auf die der Komponist ganz offensichtlich Wert legte und die bei größeren Besetzungen eher nicht so deutlich zum Vorschein treten.
Zu hören ist Altbekanntes, wie z.b. "Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes", das unverwüstliche "Das neugeborne Kindelein" aber auch das "Magnificat", bei dem für mich kein Zweifel daran besteht, daß es von Buxtehude ist ! (Ich hoffe, unsere "Buxtehude-Päpstin", die großartige Musikwissenschaftlerin Kerala J. Snyder, sieht das auch so !
Die hervorragend aufeinander abgestimmten Sänger bieten ein wundervoll farbiges Buxtehude-Portrait, das von der Tontechnik ausgezeichnet eingefangen wurde. Eine CD, die besonders jenen, die mit Buxtehudes Vokalmusik noch keine Erfahrungen gemacht haben, zu empfeheln ist.

Vom gleichen Ensemble beim gleichen Label erschienen ist das am häufigsten eingespielte Werk des Meisters, der Zyklus "Membra Jesu Nostri", auf den ich nun sehr neugierig geworden bin !
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Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)
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